Bauhaus Designermöbel
Das Bauhaus war DIE Adresse für innovatives Bauen und Wohnen Anfang des 20. Jahrhunderts. Gegründet wurde das Bauhaus 1919 in Weimar vom Architekten Walter Gropius, später zog die Kunstschule nach Dessau um. Neben weltberühmten Architekten arbeiteten Maler und auch Möbeldesigner für das Bauhaus.
Die Bauhausmöbel waren zur damaligen Zeit mehr als innovativ. Nachdem sich in zahllosen Haushalten reichlich verzierte Möbel befanden, gingen die Bauhaus Designer einen gänzlich neuen Weg. Klare Formen und auffällige Farben, hieß die Devise.
Einige Bauhaus Designermöbel wurden dabei zu echten Klassikern. Sehr berühmt wurde beispielsweise der Lattenstuhl des Künstlers Marcel Breuer. Er schuf damit ein einfaches, puristisches Möbelstück, das jedoch auf keinen Fall billig, sondern elegant wirkte. Funktionalismus hieß die Kunstrichtung, welche diese Designer verfolgte. Die Möbelstücke sollten zweckmäßige Eleganz ausstrahlen.
“Volksbedarf statt Luxusbedarf” war ein Slogan, den das Bauhaus damals prägte. Die Möbelstücke wurden stets in mehr oder weniger hohen Auflagen hergestellt. Marcel Breuer schuf nun auch einen Stahlstuhl, welcher mit seiner Stoffbespannung über den Eisenstäben Maßstäbe setzen sollte. Stahl, Eisen und Hol zählten zu den bevorzugten Materialien der Bauhaus Designer. Auch Mies van der Rohe oder Wassily Kandinsky schufen innovative Möbel, welche noch heute zu den Klassikern zählen.
Nicht nur Stuhle und Sessel wurden vom Bauhaus hergestellt. Hinzu kamen Tische oder ein weiterer Klassiker - die Lampe von Wilhelm Wagenfeld. Sie bestand aus einer weißen Kugel, die vollkommen von den damals üblichen, reich verzierten Lampen abwich. An Möbeln für das Bauhaus versuchten sich zudem Le Corbusier, der vor allem auch als Architekt bekannt ist, oder Charles Eames. Noch heute werden Bauhaus Möbel zu hohen Preisen verkauft und schmücken etliche Wohnzimmer.